Villefrance-de-Conflent Stadtmauer

Villefrance-de-Conflent Eine Mittelalterliche Perle

Die Wurzeln von Villefrance-de-Conflent reichen bis in das Jahr 1092 zurück. Damit gehört Villefranche nicht nur zu den ältesten Dörfern in Frankreich, sondern darf sich auch als mit dem Titel eines der schönsten Dörfer in Frankreich schmücken. Erst vor kurzem wurde Villefranche-de-Conflent zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt.

Villefrance-de-Conflent – Tor der Pyrenäen

Auf dem Weg in die Pyrenäen führt fast kein Weg an Villefrance-de-Conflent vorbei. Lediglich 51 km liegen zwischen Perpignan und dem historischen Dorf Villefranc-de-Conflent.

Blick auf Villefrande de Conflent

Historischer Hintergrund

Wer zum ersten Mal durch das Stadttor schreitet, fühlt sich sofort in das Mittelalter zurückversetzt. Tatsächlich liegt die Dorfgründung fast 1.000 Jahre zurück. Wir schreiben das Jahr 1092 als der Graf von Cerdagne, Guillem Ramon, das Dorf gründet. Villefrance hatte damals einen städtischen Charakter und war die Hauptstadt des Conflent. Villefrance de Conflent hatte bereits bei seiner Gründung eine militärische Funktion. Aufgrund dieser Aufgabe wurde der Ort burgähnlich gebaut. Eine massive Stadtmauer schütze die Bewohner vor möglichen Angreifern.

Bereits im 12. Jahrhundert wurde die Stadtmauer durch acht Türme ergänzt und im 17. Jahrhundert durch sechs Bastionen an die aktuelle Verteidigungsstrategie angepasst.

Villefrance Heute

Heute ist Villefrance de Conflent ein absolut sehenswertes Dorf aus dem Mittelalter. In der Geschichte von Villefrance gab es niemals einen Angriff oder Brand, der das Dorf zerstören konnte. Villefrance gehört heute zu den ganz wenigen Orten, die ohne Zerstörung die Jahrhunderte überstehen konnte und präsentiert sich den Besuchern in einem hervorragenden originalen Zustand. Das Dorf wurde in das UNESCO-Welterbe aufgenommen und zählt zu den schönsten Dörfern Frankreichs.

Villefrance-de-Conflent Altstadtgasse
Villefrance-de-Conflent Altstadt

 

Besichtigung

Gut 200 Einwohner zählt Villefrance auch heute noch und stellt einen touristischen Hotspot in den Pyrenees-Orientales dar. Ein Besuch empfiehlt sich deshalb entweder außerhalb der Saison oder früh am Morgen. Viele Touristen und Touristenbusse treffen gegen 10 Uhr in Villefrance ein und strömen durch die engen Gassen. Danach strömen die Touristenmassen zum Fort, das bereits vom Tal aus gut zu sehen ist. Es könnte deshalb durchaus Sinn ergeben, zuerst das Fort und anschließend die Stadt zu besichtigen.

Die Orientierung fällt in Villefrance nicht sehr schwer. Zum einen ist der Ort nicht sehr groß und zum anderen wurden die Straßenzüge schachbrettartig angeordnet. Idealerweise lässt man sich einfach durch Villefrance-de-Conflent treiben. Dabei lassen sich die Souvenirs Shops, Kunstgalerien und Boutiquen am einfachsten entdecken. An vielen Stellen wird lokales Kunsthandwerk angeboten. Empfehlenswert ist es, während dem Rundgang bereits die Augen nach einem passenden Restaurant offenzuhalten.

Bei all diesen spannenden Eindrücken sollte man die spannende Architektur von Villefrance nicht vergessen, die bis zum 11. Jahrhundert zurückreicht. Besonders spannende Eindrücke lassen sich bei einem (kostenpflichtigen) Rundgang über und durch die alte Stadtmauer gewinnen. Der Eingang befindet sich gegenüber des westlichen Stadttores.

Westliches Stadttor Villefrance-de-Conflent
Westliches Stadttor Villefrance-de-Conflent

 

Rundgang über und durch die alte Stadtmauer von Villefrance-de-Conflent

Fort Liberia

Bereits im Jahre 1679 ließ der bekannte Festungsbaumeister Vauban das Fort Liberia erbauen. Es schmiegt sich mit seinen spitz zulaufenden Festungsmauern an die steilen Hänge des Belloc. Befestigt wurde das Fort mit einem Wehrgraben sowie mächtigen Schießscharten, die mit Kaminen ausgestattet wurden, damit der giftige Pulverdampf abziehen konnte.

Das erforderliche Baumaterial für das Fort konnte direkt am Berg gewonnen werden, sodass keine langen Transportwege für den rosa Kalkstein entstand. Während des Baues wurde, eine ergiebige Quelle entdeckt, die fortan die Wasserversorgung des Forts sicherte. Zur Speicherung des Trinkwassers wurde eine riesigen Zisterne, die 120.000 Liter Wasser speichern konnte, errichtet. Darüber hinaus entstand neben den Unterkünften eine Bäckerei, Metzgerei und sogar eine Kirche.

Hinzu kamen Unterkünfte für Mannschaft und Offiziere auf mehreren Ebenen. Das Baumaterial liefert der Berg: rosa Kalkstein, der „Marmor“ des Belloc.

Heute gelangt man entweder über eine Shuttle-Verbindung (bequem) oder zu Fuß (sportlich) über 734 Stufen zum Fort hinauf. Eine phantastische Aussicht auf Villefrance das Tet Tal sowie die umliegende Berglandschaft entlohnt für den schweißtreibenden Aufstieg.

Highlights von Villefrance-de-Conflent

  • Selbstverständlich die Stadt selbst
  • Rundgang durch die Stadtmauer
  • Die romanische Kirche aus dem 12. Jahrhundert und ihre Portale aus rosa Marmor
  • Die Straßen von St. Jacques und St. Jean mit ihren wunderschönen Residenzen, von denen einige aus dem Mittelalter stammen.
  • Besuche der 300 Meter vom Dorf entfernten Kanalhöhlen
  • Fort Liberia oberhalb von Villefrance-de-Conflent

Wie gelange ich nach Villefrance-de-Conflent

Von Perpignan aus gelangt Ihr entweder mit dem Bus oder der Bahn direkt nach Villefrance-de-Conflent.

Wesentlich flexibler geht es natürlich mit dem eigenen PKW. Ebenfalls von Perpignan geht es auf der N116 ca. 50 km Richtung Westen. Für diese Strecke solltet Ihr 40–45 Minuten Zeit einplanen.

GPS Koordinaten von Villefrance-de-Conflent:

42° 35′ N, 2° 22′ O

Parkmöglichkeiten in Villefrance-de-Conflent

Parkmöglichkeiten findest Du direkt bei den Östlichen und Westlichen Stadttoren. Außerdem gibt es entlang der Straße direkt an der alten Stadtmauer Parkmöglichkeiten.

Sollten bei hohem Besucherandrang diese Parkplätze belegt sein, findest Du nur wenige hundert Meter entfernt beim Bahnhof ausreichend Parkmöglichkeiten.

Übernachtungsmöglichkeiten für Wohnmobile

Auf dem großen Parkplatz beim Bahnhof besteht die Möglichkeit zu übernachten

Spannende Ziele und Freizeitmöglichkeiten in der Umgebung

  • Absoluter empfehlenswert ist eine Fahrt mit dem kleinen gelben Zug
  • Ein Wandererlebnis der besonderen Art lässt sich im Gorges de la Caranca erleben
  • Besuch in der Therme von St. Thomas sollte nicht versäumt werden
  • Besuch der Thermalbäder von Vernet-les-Bains
  • Grottes des Canalettes

  • Besuch der Abtei Saint-Martin du Canigou

  • Die Kirche von Prades mit ihrem Altarbild
  • Besuch der Escaro-Minen
  • Chateau Castell d´Evol
  • Wanderungen in der gesamten Region

Fotografischer Rundgang durch Villefrance-de-Conflent

Linkempfehlung

Weiterführende Informationen über die Region findet ihr auf der Original-Touristenseite in französischer, englischer und spanischer Sprache

https://www.tourism-canigo.com/

Interaktive Übersichtskarte Villefrance-de-Conflent mit Umgebung

 

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Beiträge zu den Highlights der Umgebung

Gorges de la Carança – Adrenalin pur

Thermalbad St. Thomas – Ein Träumchen

Yellow Train Jaune – Eisenbahn der Extraklasse