Verlassene Dörfer in Spanien – Teil 2: Chirveta

In verlassene Dörfer in Spanien – Teil 2 besuchen wir einen wirklich kleinen Ort der unter besonders tragischen Umständen verlassen wurde. Die Welt für das 20 Seelendorf war bis zu dem Tag vollkommen in Ordnung, als Ihnen die Regierung mitteilte, dass die ertragreichen Felder und Wiesen enteignet werden. Grund war der Bau eines Stausees am Beginn der Mont Rebei Schlucht. Dieser Stausee sollte die Lebensgrundlage der Bauern entziehen und überfluten.

Noch heute kann man bei niedrigem Wasserstand die einstigen Bäume aus dem Wasser ragen sehen. Heute wird das Dorf noch von einer einzigen Familie bewohnt. Die restlichen Häuser sind dem Verfall preisgegeben.

Besonders betroffen ist die Kirche, die heute einen pittoresken Ort darstellt. Das Dach ist zwar eingestürzt und die Mauern machen einen instabilen Eindruck. Dennoch kann man noch immer erahnen, wie die damaligen Einwohner die Messe besuchten.

Noch immer existiert das Weihwasserbecken am Eingang. Ebenso das Taufbecken. Unweigerlich stellt man sich die Frage, wie viele Kinder wurden hier wohl schon getauft? In der Ecke steht ein alter Bilderrahmen. Welches Bild wurde wohl von ihm eingerahmt? Der Weg in den Glockenturm ist unpassierbar. Überall liegen herabgestürzte Steine und alles ist sehr instabil. Dennoch! Die Glocke hängt noch immer da, wo sie hingehört und kann ihren Dienst jederzeit wieder verrichten. Nur wen soll sie zur Messe rufen? Es gibt niemanden mehr, der den Klang der Glocke vernehmen und zur Kirche eilen kann.

Verlassene Dörfer in Spanien - Blick in die Kirche

In weiteren Artikeln stellen wir weitere verlassene Dörfer in Spanien vor.

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