Silberminen von Calcena

Silberminen von Calcena – vergessene Schätze und düstere Geheimnisse

Ein verborgener Schatz tief in den Tiefen der Natur

Tief in den Weiten der spanischen Berge verbirgt sich ein Ort voller Geheimnisse und Geschichte. Die verlassenen Silberminen von Calcena sind ein faszinierendes Relikt vergangener Zeiten. Hier, inmitten einer atemberaubenden Naturlandschaft, lassen die Überreste einer einst blühenden Silberproduktion die Fantasie aufleben

 Die vergessenen Silberminen von Calcena – Eine Reise in die mysteriöse Vergangenheit

 

Auszug aus unserem Reisetagebuch

 

Einsame Abenteuer im Herzen des Iberischen Gebirges

Eine verlassene Region voller Geheimnisse und Naturwunder

Die Silberminen von Calcena – Valdeplata

Silberminen von Calcena! In Aragonien verbirgt sich eine Region, die einsam, wild und voller Abenteuer ist – das Iberische Gebirge. Hier finden wir kleine Dörfer, in denen viele Menschen bereits die Flucht ergriffen haben, aber auch eine reiche Tier- und Pflanzenwelt, die sich in dieser Abgeschiedenheit entfalten kann. Adler und Geier ziehen majestätisch am Himmel ihre Kreise, während exotische Schmetterlinge von Blüte zu Blüte flattern. Es ist ein Paradies für Naturliebhaber und Vogelbeobachter.

Auf der Suche nach Geiern und Adlern

Bei einem Gespräch mit einem Einheimischen erhielten wir einen Geheimtipp – ein Tal, in dem wir angeblich eine Fülle von Geiern und Adlern beobachten können. Doch es gibt noch mehr zu entdecken: verlassene Häuser, Ruinen und sogar eine Silbermine. Unsere Abenteuerlust war geweckt, und wir beschlossen, dieses alte Siedlungsgebiet zu erkunden.

Eine unvorhersehbare Suche nach den Silberminen von Calcena

Die Suche gestaltete sich schwieriger als gedacht. Die Region mit ihren Bergen, Schluchten und engen Straßen war nicht nur spannend, sondern auch unübersichtlich. Doch schließlich fanden wir eine enge, kurvenreiche Straße, die uns in ein Seitental führte. Nach einer kurzen Fahrt endete die Straße, und wir mussten unseren Camper stehen lassen. Ein Pfad entlang eines kleinen Baches führte uns weiter in die Schlucht hinein. Mehrmals überquerten wir den Bach auf Holzbohlen, während die Felswände immer höher wurden und die Schlucht enger. Trotzdem fanden romantische Bäume ihren Platz in dieser wilden Umgebung.

Eingang zur Silbermine von Calcena in Spanien
Wassergefüllter Eingang zur Silbermine

Die mysteriösen Ruinen und verborgene Silberminen

Das Tal, von dem uns erzählt wurde, schien voller Geheimnisse zu sein. Wir machten uns auf die Suche nach den verlassenen Häusern und Ruinen, doch zunächst blieb unsere Suche erfolglos. Doch dann fanden wir etwa zwei Kilometer von der Hauptstraße entfernt erste Anzeichen einer vergangenen menschlichen Besiedlung. Zu Fuß marschierten wir weitere zwei Kilometer tief in das Tal hinein und standen schließlich vor mehreren alten Steinhäusern. Einige waren völlig zerfallen, ohne Dach, Fenster oder Türen. Wir durchsuchten die Ruinen gründlich, fanden jedoch nichts, was auf Bergbauaktivitäten hinwies. Ein Schacht in einem der Häuser war zu tief, um erkundet zu werden.

Die unerwartete Entdeckung des Silberminen-Stollens

Wir durchkämmten die Umgebung, doch leider ohne Erfolg. Sabine wollte bereits zum Auto zurückkehren, als wir zufällig hinter einem Felsen vorbeischauten – und dort, kaum zu glauben, befand sich ein Stollen. Neugierig wollte ich sofort hineingehen, aber mit meinen Wanderschuhen wagte ich es nicht, in das mit Wasser gefüllte Bergwerk einzudringen. Ich beschloss, die Erkundung vorerst abzubrechen und zu überlegen, welche Ausrüstung wir für den Stollen brauchten. Im Camper hatte ich noch alte Schuhe, die sich dafür eigneten.

Eine wagemutige Expedition in den Bergwerksstollen

Am nächsten Tag wanderten wir erneut zum Silberbergwerk. Das Wasser im Stollen war tief, und schon nach wenigen Metern wurde meine kurze Hose nass. Es war offensichtlich, dass diese Tour nicht richtig vorbereitet war. Also kehrte ich um, zog meine Hose aus und ließ mein Smartphone am Eingang zurück. Das Wasser reichte bis zur Hüfte und war eiskalt. Doch nach einigen Metern wurde das Wasser flacher, und der Weg führte ins Trockene. Im Licht unserer Taschenlampen entdeckten wir einen Abzweig. Ich entschied mich, dem Hauptweg zu folgen und weiter in das Bergwerk einzudringen. Der Boden war mit einem ekelerregenden schwarzen, zähen Schlamm bedeckt. Während des Weges flog eine aufgeregte Fledermaus um mich herum.

Gefahren und Hindernisse im Inneren des Bergwerks

Auf der rechten Seite stieß ich auf verrottetes Holz, das auf vergangene Aktivitäten im Bergwerk hinwies. Tatsächlich führte ein Schacht in die Tiefe, der jedoch bis zum Rand mit Wasser gefüllt war. Ich konnte unter Wasser eine alte Holzkonstruktion erkennen, doch der Schacht schien sehr tief zu sein. Da ich die Stabilität des Schachtrands nicht beurteilen konnte, war es zu gefährlich, weiterzugehen. Ein weiterer Abzweig führte zu einem oberen Stollengang, der jedoch ohne Leiter nicht erreichbar war. Langsam wurde es wirklich spannend im Bergwerk. Alte verrostete Lorenschienen lagen auf dem Weg. Doch dann stießen wir auf ein weiteres Hindernis – ein wassergefüllter Schacht mitten auf dem Weg, der sehr tief zu sein schien. Ohne Hilfsmittel konnte ich ihn nicht überwinden. Mit meiner Ausrüstung war das Ende des Bergwerksstollens erreicht.

Rückkehr von den Minen mit spannenden Erinnerungen

Ich kehrte zum Abzweig zurück, wo der Stollen hoch und breit wurde. Doch am Ende des Stollens befand sich erneut ein wassergefüllter Schacht, der sehr tief zu sein schien. Mit dieser Erkenntnis beendeten wir unsere Expedition in den Silberbergwerksstollen und kehrten zum Eingang zurück.

Unsere Erkundung der verlassenen Ruinen und des geheimnisvollen Bergwerks hatte uns auf eine abenteuerliche Reise mit unerwarteten Hindernissen geführt. Trotzdem kehrten wir mit spannenden Erinnerungen und dem Gefühl, etwas Besonderes entdeckt zu haben, zurück. Das Iberische Gebirge und seine verlassenen Schätze werden für immer in unserer Erinnerung bleiben.

Ende des Reisetagebuchs

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Die geheimnisvolle Reise in die Schlucht

Eine unscheinbare Piste führt uns in die wunderbare Schlucht Barranco de Val de Plata. Die engen Wege und die romantische Atmosphäre verleihen dieser Reise eine geheimnisvolle Note. Während wir uns weiter vorwagen, begleitet uns ein sanft plätschernder Bach, der uns tiefer in die atemberaubende Schlucht führt in Richtung der Silberminen von Calcena.

Die vergessenen Ruinen der Bergwerkssiedlung von Calcena

Nach einer kurzen Wanderung erreichen wir den alten Bergwerkskomplex. Die ehemaligen Häuser, die heute als Ruinen vor uns liegen, wurden Ende des 19. Jahrhunderts errichtet. Hier lebten einst die Bergleute, die in zwölfstündigen Schichten arbeiteten. Neben Wohnhäusern gab es Ställe, Waschhäuser, Lagerhallen und sogar Laboratorien. Doch Vorsicht ist geboten, denn die Ruinen sollten nicht betreten werden. Nicht nur besteht akute Einsturzgefahr, sondern es gibt auch tiefe Schächte in den Häusern. Es scheint, als könnten diese Schächte Eingänge zu weiteren Silberbergwerk-Stollen sein.

Silberminen von Calcena in Spanien - Ruinen der alten Bergwerkstadt
Ruinen der alten Bergwerkstadt in Calcena

Von den Keltibern bis zu den Römern – Eine verborgene Geschichte

Die Ursprünge der Valdeplata-Schlucht reichen weit zurück. Historiker vermuten, dass die Keltiberer bereits zu Beginn unserer Zeitrechnung von den Silbervorkommen wussten. Es gibt zwar wenige schriftliche und archäologische Belege, aber es ist sehr wahrscheinlich, dass die Römer die Bergwerke übernahmen, als sie diese Region Iberiens eroberten. Ein Teil des gewonnenen Silbers wurde sogar für Tributzahlungen an die Römer verwendet.

Glanzzeiten und Veränderungen

Im 16. Jahrhundert finden wir die ersten schriftlichen Aufzeichnungen über den Bergwerksbetrieb in Valdeplata. In den darauffolgenden Jahrhunderten blühte die Aktivität in der Region auf. Bleisulfid, das aus Bleiglanz gewonnen wurde, spielte damals eine wichtige Rolle, vor allem für die Töpfer im Jalón-Tal. Doch mit der Vertreibung der Mauren von der Iberischen Halbinsel nahm die Töpferaktivität ab und beeinflusste auch den Bergwerksbetrieb.

Aufschwung und Niedergang

Im 19. Jahrhundert erlebte Valdeplata erneut eine Phase des Aufschwungs. Mehrere Minen, darunter Mensula und Precaución, wurden zu bedeutenden Betrieben mit über 100 Arbeitern. Es wurden nicht nur Bergbauarbeiten im Inneren der Minen vorangetrieben, sondern es entstanden auch Unterkünfte, Werkstätten, Waschhäuser, Lager und sogar eine Kapelle. Mensula erreichte eine beachtliche Tiefe von 170 Metern und förderte das sogenannte Graukupfer. Jedoch wurde das Bergwerk Mensula aufgrund von Überschwemmungsproblemen in den Stollen 1866 stillgelegt. Später im 20. Jahrhundert wurden noch einige Forschungen durchgeführt, aber heute sind die Gruben stillgelegt und überflutet.

Eine faszinierende Entdeckungstour in die Vergangenheit

Die Valdeplata-Schlucht und die Überreste der Bergwerksanlagen sind über einen Weg zugänglich, der an einer Brücke an der Straße von Calcena nach Trasobares beginnt. Während des letzten Abschnitts der Reise müssen wir zu Fuß gehen. Die Ruinen der Gebäude und die Schutthalden zeugen von vergangenen Zeiten. Doch Vorsicht ist geboten, denn die Bergwerksschächte und Brunnen dürfen nicht betreten werden. Die metallischen Mineralien, die hier abgebaut wurden, befinden sich in bis zu 200 Meter tiefen Flözen aus Gesteinen aus der Triaszeit vor etwa 250 Millionen Jahren.

Fazit

Die Valdeplata-Schlucht ist ein faszinierendes Zeugnis der Bergbaugeschichte in Calcena. Von den Keltibern über die römische Eroberung bis hin zu Blütezeiten und Veränderungen – diese Region hat eine bewegte Vergangenheit. Tauche ein in die Geheimnisse der Silberminen, erkunde die Ruinen der Bergwerkssiedlungen und lass dich von der Geschichte und Schönheit der Valdeplata-Schlucht verzaubern. Eine Reise in die Vergangenheit erwartet dich!

Fotogalerie Silberminen von Calcera

Silberminen

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Silberminen von Calcena
Silberminen von Calcena
Silberminen von Calcena
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Verlassene Dörfer in Spanien – Teil 1: Aramunt-Vell