Frankreich Kloster St. Martin Canigou

Abtei Saint Martin du Canigou: Historische Pyrenäen-Schönheit

Die Abtei Saint Martin du Canigou ist ein architektonisches Meisterwerk, das auf einem Berggipfel in den Pyrenäen thront. Erbaut im 10. Jahrhundert, diente sie als Kloster und Pilgerstätte und ist heute ein wichtiger spiritueller Ort, der Besucher aus der ganzen Welt anzieht.

Mit ihren beeindruckenden architektonischen Details und religiösen Artefakten ist die Abtei ein Ort, der die Besucher in eine andere Welt entführt. Hier kann man sich von der Hektik des Alltags lösen, die Stille genießen und neue Kraft tanken.

Die Abtei Saint Martin du Canigou bietet auch die Möglichkeit, mehr über das geistliche Leben und die Hingabe der Benediktinermönche zu erfahren. Eine Führung durch die Abtei ist ein Erlebnis, das man nicht verpassen sollte

Dieses Beitrag nimmt Sie mit auf eine Reise in die Vergangenheit und zeigt Ihnen, warum die Abtei Saint Martin du Canigou ein Ort der Inspiration und Einkehr ist. Entdecken Sie die reiche Geschichte und Kultur dieser besonderen Stätte und lassen Sie sich von ihrer einzigartigen Atmosphäre verzaubern

Abtei Saint Martin du Canigou: Eine spirituelle Oase der Stille und Schönheit

In den Pyrenäen in der Nähe von Casteil im französischen Departement Pyrénées-Orientales, auf einem Berggipfel gelegen, befindet sich eine der faszinierendsten Sehenswürdigkeiten der Region – die Abtei Saint Martin du Canigou.

Die Abtei ist ein Zeugnis der reichen Kultur und Geschichte der Region. Sie wurde im 10. Jahrhundert von Benediktinermönchen erbaut und diente als Kloster und Pilgerstätte. Im Laufe der Jahrhunderte hat die Abtei zahlreiche Restaurierungen und Umbauten erfahren, was ihr heutiges Erscheinungsbild prägt.

Die Abtei ist ein architektonisches Meisterwerk, das im romanischen Stil erbaut wurde. Sie ist von einer einzigartigen Atmosphäre umgeben, die jeden Besucher in ihren Bann zieht. Die Kombination aus religiösen Artefakten, beeindruckenden architektonischen Details und einem atemberaubenden Blick auf die umliegenden Berge und Wälder macht die Abtei zu einem ganz besonderen Ort.

Während eines Besuchs der Abtei hatte ich die Gelegenheit, an einer Führung teilzunehmen, bei der ich mehr über die Geschichte und das Leben der Benediktinermönche erfahren konnte. Die Führung war äußerst informativ und bot einen Einblick in das geistliche Leben und die Hingabe der Mönche.

Die Abtei Saint Martin du Canigou ist nicht nur ein historisches Gebäude, sondern auch ein Ort, der zur inneren Einkehr und Besinnung einlädt. Hier kann man sich von der Hektik des Alltags lösen und neue Kraft tanken. Die Stille und Ruhe der Abtei ist besonders beeindruckend und tragen zur spirituellen Erfahrung bei.

Ein Besuch der Abtei Saint Martin du Canigou ist ein absolutes Muss für alle, die die Region besuchen. Es ist eine Erfahrung, die man nicht vergessen wird. Die Abtei ist ein Ort, der einen in eine andere Welt entführt und an vergangene Zeiten erinnert. Es ist ein Ort der Einkehr und der Inspiration – eine Reise in die Vergangenheit.

Abtei Saint Martin du Canigou - Kreuzgang
Kreuzgang in der Abtei

 

Die Geschichte der Abtei Saint-Martin-du-Canigou

Die Abtei ist dem heiligen Martin gewidmet, der als Mönch und Bischof von Tours das christliche Leben im Mittelalter geprägt hat. Die Geschichte der Abtei selbst beginnt im Jahr 1000, als Graf Wilfried II. von Cerdagne und Conflent beschließt, eine Benediktinerabtei auf einem Hang des Canigou zu errichten. Das Gedicht „Canigó“ von Jacint Verdaguer rief die Abtei, die 1009 geweiht wurde und bis zu ihrer Auflösung im Jahr 1783 ein bedeutender spiritueller Ort war, wieder ins Bewusstsein zurück, nachdem sie geplündert und zur Ruine verfallen war.

Im Jahr 1902 kaufte der Bischof von Perpignan-Elne die Ruine und leitete die erste Phase der Restaurierung ein. Pater Bernard de Chabannes setzte die Arbeit dann von 1952 bis 1982 fort. Im Jahr 1988 erhielt die katholische Gemeinschaft der Seligpreisungen den Auftrag, das Kloster zu erhalten und Besucher zu empfangen. Heute sind Messen und Stundengebete öffentlich zugänglich, und die Gemeinschaft lädt auch zu Tagen der Stille ein.

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Der Kreuzgang in Saint-Martin-du-Canigou

Der Kreuzgang ist das Zentrum der Abtei und besteht aus vier Flügeln, die sich zu einem Garten hin öffnen und nach außen abgeschlossen sind. Im unteren Kreuzgang stützen Steinarkaden das Tonnengewölbe, während der Kreuzgang im 11. Jahrhundert aufgestockt und mit einem Pultdach versehen wurde. Der Kreuzgang dient als Durchgangsort, als Gebetsort und als symbolischer Ort, der die Lebensform der Mönche und Nonnen sichtbar macht.

Das Kloster Saint-Martin-du-Canigou ist ein beeindruckendes Zeugnis der Frühromanik und ein bedeutendes spirituelles Zentrum in den Pyrenäen. Das Kloster ist bekannt für seine Kapitelle, Grabsteine, Krypta, Kirche, Reliquien und Glockenturm, die alle eine wichtige Rolle in der Geschichte und dem Glauben der Mönche und Gläubigen gespielt haben.

Die Kapitelle des Klosters haben oft eine geistliche Bedeutung, die heute oft missverstanden wird. Zum Beispiel könnte ein Kapitell eine Anspielung auf einen Gottesdienst oder eine Prozession darstellen, während ein anderes möglicherweise die Hauptsünden oder den Tanz der Salome darstellt. Ein weiteres Kapitell zeigt Widder, die ihre Mäuler mit den Flügeln bedecken könnten, um an das Schweigegebot der Mönche zu erinnern. Ein weiteres Kapitell könnte eine Vision der Hölle mit einer Anspielung auf die Qualen des Tantalos darstellen.

Abtei Saint Martin du Canigou - Kreuzgang
Kreuzgang in der Abtei

 

Die Krypta der Abtei

ist eine dreijochige Struktur mit einem Kreuzgratgewölbe, das auf sechs Säulen ruht. Später erweiterte man die Krypta, und ihre Unterkirche diente als Begräbnisstätte für einige Äbte. Die Kirche des Klosters hat die gleiche Struktur wie die Krypta und ist ein dreischiffiger, basilikaler Bau mit Apsiden in Form von Halbkuppelgewölben. Das Steingewölbe der Kirche wird von zehn monolithischen Granitsäulen und zwei Kreuzpfeilern getragen. Seit dem 11. Jahrhundert verehrt die Abtei die Reliquien des heiligen Gauderich, dem Schutzpatron der katalanischen Bauern.

Der Glockenturm des Klosters ist ein massiver, quadratischer Turm mit einfachem Dekor und Zwillingsöffnungen, Lisenen und Bogenfriesen aus Stein. Der Turm wurde 1026 vollendet und ist der höchste Punkt des Klosters. Nach einem Erdbeben im Jahr 1428 ersetzte man das pyramidale Dach durch eine Terrasse mit Zinnenkrone.

In der Nähe des Glockenturms befinden sich zwei in den Felsen gehauene, überdachte Gräber, darunter das Grab des Grafen Wilfried II., der am Ende seines Lebens ein einfacher Mönch wurde.

Die Abtei Saint-Martin-du-Canigou ist ein wichtiger Ort der Spiritualität und Geschichte in den Pyrenäen und kann besichtigt werden. Weitere Informationen über das Kloster und Führungen finden Sie auf der Website stmartinducanigou.org. Informationen über die Gemeinschaft der Seligpreisungen, die das Kloster bewohnt, finden Sie auf der Website beatitudes.org.

Die Abtei liegt inmitten einer zauberhaften Bergwelt
Die Abtei liegt inmitten einer zauberhaften Bergwelt

 

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